Auf Wunsch der westafrikanischen Republik Ghana gaben die Niederlande den Kopf des vor 170 Jahren enthaupteten Königs zurück. Damit konnte ein weiteres Stück Kolonialgeschichte inklusive Sklavenhandel abgeschlossen werden. Badu Bonsu II. war 1838 von den holländischen Soldaten als Vergeltung für die Tötung von zwei Gesandten der Niederlande geköpft worden. Der Kopf wurde seinerzeit an die Universität Leiden versandt und galt bis vor Kurzem als verschollen.
In einer großen Zeremonie wurde der in Formalin eingelegte Kopf an eine Delegation des Ashanti-Volkes übergeben. In Ghana soll er mit traditionellen Ehrenbezeugungen begraben werden. Wie in vielen anderen Religionen ist es auch bei den Ashanti wichtig, dass die Ahnen in Frieden ruhen dürfen.