2009- Jahr des Gorillas

Die Gorillas gehören neben den Orang-Utans und den Schimpansen zu den großen Menschenaffen, den Pongiden. Sie sind unsere allernächsten Angehörigen. Diese Verwandtschaft von Affen, Menschenaffen und Menschen wurden durch die Klassifikation von Carl von Linné 1758 festgelegt. Wegen der begrenzten Fossilfunde von Pongiden gibt es noch keine allgemeingültige Meinung über den Ursprung von Pongiden und Hominiden. Es gibt mehrere Unterarten der Gorillas, deren morphologischen Variationen hauptsächlich mit den verschiedenen Lebensräumen zusammenhängen. InWestafrika leben die Flachlandgorillas (gorilla gorilla gorilla). Weiter östlich in den Vulkangebieten von zaire, Uganda und Ruanda leben die letzten überlebenden Berggorillas (gorilla gorilla beringei). In zoologischen Gärten und auch als Präparate in Museen sind zumeist Flachlandgorillas zu sehen (z.B. Bobby im Naturkundemuseum Berlin, siehe Galerie).

Berggorillas haben im Vergleich zum Flachlandgorilla eine längere Körperbehaarung, weitere Nasenlöcher, einen größeren Brustumfang, einen stärker ausgeprägten Scheitel und Hinterhauptskamm, kürzere Arme kürzere und breitere Hände und Füße und eine längere Gaumenregion. Die berühmteste Primatenforscherin der Berggorillas war Diane Fossey, die 1985 aufgrund ihrer Forschung ermordet wurde. Ihre Arbeit und ihr Buch ”Gorillas im Nebel” wurden 1988 mit Sigourney Weaver verfilmt und für 5 Oscars nominiert.

Sie befreite den Gorilla von seinem bis dato bestehenden Image als Monster, das durch den Film ”King Kong und die weiße Frau” (1933) noch verstärkt wurde. Gorillas sind Menschen gegenüber in der Regel sehr scheu und zurückhaltend. Auf unerwartete Begegnungen reagieren sie allerdings mit lautem Gebrüll und Scheinagriffen. Man tut also gut daran sich in des Gorillas Gelände zurückhaltend zu bewegen. Noch besser wäre es, ihren Lebensraum nicht anzurühren. Gorillas leben in den Regenwäldern der afrikanischen Tropen. Dort sind sie aus verschiedenen Gründen schwer bedroht:
Sie werden gejagt, weil Ihr Fleisch für den Verzehr begehrt ist, Teile ihres Körpers zu traditioneller Medizin verarbeitet werden. Viel gravierender ist die Zerstörung des Lebensraumes durch bewaffnete Konflikte und durch Abholzung und Bergbau. Mit dem Verzicht auf Tropenhölzer und der weitestgehenden Verwendung von Recyklingpapier, kann jeder Einzelne einen Beitrag zum Erhalt der Regenwälder leisten.

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