Homo georgicus doch ein homo erectus

Im Nationalmuseum Tiflis, Georgien lagern die Fossilien der ältesten Vertreter des homo außerhalb Europas. Bis heute ist ungeklärt, wie der homo georgicus unter den damaligen Voraussetzungen vor 1,8 Mio. Jahren bis nach Georgien wandern konnte. In Dmansini, Georgien wurden nach einem ersten Schädelfund jetzt auch Skelettknochen von einem adoleszenten und mehreren adulten Individuen entdeckt.

Erstaunlicherweise widersprechen die Funde der gängigen Lehrmeinung, dass die ersten Menschen, die Afrika verließen, groß und anatomisch modern gebaut waren. Nach den jetzigen Befunden waren die ersten Auswanderer zwischen 1,47 m und 1,66 m groß, wogen knapp 50 kg und verfügten über Arme, die noch sehr gut an das Leben in Bäumen angepasst war.

Ihr Gehirnvolumen war nur knapp größer als das eines Schimpansen. Alle Merkmale deuten auf eine sehr primitive Form des homo erectus, weshalb die Bezeichnung homo georgicus von seinem Erfinder David Lordkipanidze vorerst zurückgezogen wird. Der homo erectus ist nach neuesten Erkenntnissen in seiner Form viel variabler als früher angenommen.