Weiterer Fund für die Urahnensammlung fixiert Äthiopien als Wiege der Menschheit

Tim White und seine Kollegen von der Berkeley University Kalifornien, USA stießen in der Afar-Region, 230 Kilometer nordöstlich von Addis Abeba, Äthiopien auf 30 Fossilien des Australopithecus anamensis. Ihr Alter wird auf rund 4,2 Millionen Jahre datiert. Sie sind die ältesten Funde, die jemals von der Gattung Australopithecus gemacht wurden. Damit könnten sie die Vorfahren aller Arten von Australopithecus und die aller heute lebender Menschen sein. Zudem sind diese Funde die ersten Anamensisknochen, die außerhalb von Kenia gefunden. Damit stand für Tim White die Wiege der Menschheit in Äthiopien.

Die neuen Funde gelten als missing link zwischen den vor gut zehn Jahren in der gleichen Region gefundenen Knochen, die zur Gattung Ardipithecus gehörten und jüngeren Australopithecus anamensis Fossilien. Diese Hypothese klingt sehr plausibel, weil es keine Funde zwischen diesen beiden gibt. Genauere und weitere Untersuchungen müssen aber abgewartet werden.