Vor etwa 14.000 Jahren erreichten die ersten Siedler die Neue Welt über die Beringstraße. Während der letzten Eiszeit überlebten nur wenige Auswanderer die beschwerliche Wanderung von Sibirien nach Alaska. Eine relativ kleine Gruppe von wenigen hundert Menschen bildete die Grundlage der Besiedlung auf dem neuen Kontinent. Jody Hey, Biologe der Rutgers University in New Jersey hat mit Hilfe eines mathematischen Modells errechnet, wie viele Menschen als Urahnen an der Bildung der neuen Gesellschaft beteiligt waren. Nach neuesten genetischen Untersuchungen haben sich nur 70 von ihnen fortgepflanzt und sind damit die Urahnen der amerikanischen Ureinwohner. Das Modell gleicht DNS-Sequenzen von neun unterschiedlichen Genen heute lebender Asiaten und amerikanischer Ureinwohner miteinander ab. Es lässt auch Rückschlüsse auf den Verlauf der Besiedelung zu.
(Quelle: "PLoS Biology", Bd. 3, S. 193).