Bedeutender Knochenfund im Archiv

1881 fand Josef Szombathy, Leiter des Naturhistorischen Hofmuseums Wien, in einer tschechischen Höhle in Mladec Zähne, Schädelreste und kulturelle Artefakte. Die Schädelreste stammen von zwei etwa 18 Jahre alten Frauen, das Oberkieferfragment von einem älteren Mann. Ein Teil der Funde war in Mähren gelagert und bei einem Brand zerstört worden. Der andere Teil ist im Besitz des Naturhistorischen Museums Wien. Nach neuesten Datierungen mit der Beschleuniger-Massen-Spektrometrie sind diese Funde 31.000 Jahre alt. Erst jetzt ist mit der Untersuchung von Erbmaterial und Kollagen in Teilen der Zahnkrone diese genauere Altersbestimmung möglich geworden. Damit handelt es sich um die zweitältesten Knochen moderner Menschen. Die ältesten Überreste stammten aus Rumänien und wurden auf etwa 35.000 Jahre geschätzt.

(Quelle: "Nature", Bd. 435, S. 332).