Peruanische Siedlungsreste 400 Jahre vordatiert

Neue Forschungen ergaben, dass die Siedlungsreste der Region Norte Chico an der Westküste der peruanischen Anden ca. 400 Jahre älter sind, als bisher gedacht. Das Team um Professor Jonathan Haas vom Field Museum in Chicago untersuchte ausgegrabene Reste der Siedlungen mittels Radiocarbonmethode. Damit wird diese Kultur in eine Zeit von 3100 ­1900 v. Chr. datiert.

Diese Datierungen belegen den Beginn der Zivilisation in Amerika parallel zu den anderen großen frühen Zivilisationen. Die etwa10 Siedlungen waren über drei Täler verteilt. Die Reste monumentaler Architektur, Landwirtschaft und Tauschhandel zeigten, dass die älteste Zivilisation viel komplexer war, als bisher vermutet. Sie war die erste amerikanische Zivilisation mit einer "Zentralregierung", sozialen Hierarchien und einer gemischten Wirtschaft von Landwirtschaft und Fischfang.

Die Bedeutung von Norte Chico, einer trockenen und unwohnlichen Region nördlich von Lima wurde lange übersehen, weil keine Gegenstände, Keramiken, Kunst oder Schriften zu finden waren.