Höhlenmalerei und Antibiotika

Antibiotikaresistente Bakterienstämme (wie z.B. Staphylokokken) stellen inzwischen ein erhebliches Problem in der medizinischen Versorgung dar. Wissenschaftler aus Jena fanden in einer italienischen Höhle zufällig einen neuartigen Wirkstoff gegen antibiotikaresistente Bakterien. Ursprünglich versuchten sie im Rahmen eines EU-Projekts, Bakterien zu charakterisieren, die für die Zerstörung von Höhlenmalereien verantwortlich sind.

Dabei stießen sie auf fadenförmige Bodenbakterien, so genannten Streptomyceten, welche einen Stoff herstellen, der andere Bakterien tötet und sich damit möglicherweise als Wirkstoff für ein Antibiotikum mit einem neuartigen Wirkprinzip eignet. ließen sich diese multiresistenten Keime im Labor problemlos bekämpfen, teilte das HKI mit. Ob sich Mit dem Wirkstoff aus den Höhlenbakterium jedoch antibiotische Medikamente herstellen lassen, sollen zunächst Laborversuche klären.