Kinderdepression führt zu hoher Zahl von Suiziden

Von den jährlich 11.000 Suiziden werden knapp sieben Prozent von Kindern und Jugendlichen begangen. Selbsttötung steht im Jugendalter an zweiter Stelle, im Kindesalter statistisch an zehnter Stelle, der Todesursachen. Oft liegt dem Suizid eine chronische Depression zu Grunde. Die Merkmale depressiver Störungen sind je nach Alter verschieden. Symptome bei Kleinkindern reichen von permanenten Schreien, Einnässen, Nahrungsmittelverweigerung, Apathie bis zum gestörten Spielen. Unsicherheit, Lustlosigkeit, sozialer Rückzug, Schulversagen und Stehlen werden vor allem bei sechs bis zwölf Jährigen beobachtet. Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren fallen durch starken Pessimismus, Zukunftslosigkeit und Minderwertigkeitsgefühle auf.

Laut einer Studie der Universität Bremen erkranken rund 18 Prozent der Zwölf - bis 17-Jährigen einmal an Depressionen. Sie fühlen sich alleine gelassen, sind permanent niedergedrückt und geraten allmählich in einen Teufelskreislauf negativer Gedanken, der nur kaum zu durchbrechen ist. Dem Kind fehlt häufig nicht nur die Fähigkeit Probleme zu bewältigen, sondern auch ein Ansprechpartner. Eltern sollten mehr auf ihre Kinder eingehen und sie nicht durch zu viele Pflichten überfordern. Zimmer aufräumen und Mülleimer leeren, gehören zu jedem Kinderalltag in der Familie, aber zusätzlich zur Schule jeden Tag einkaufen und Geschwister hüten, seien für ein Kind zu viel. Die Kinder werden dann leicht um ihre Kindheit betrogen.

Quelle:Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie Arbeitskreis Depression