Ursprung des Menschen

Noch immer streiten sich Anthropologen um den Ursprung des modernen Menschen. Entstand der homo sapiens parallel in verschiedenen Teilen der Welt oder wanderte der aus Afrika stammende Vorfahr einfach aus? Die komplette Analyse des Genoms der Mitochondrien wurde zur Stammbaumanalyse benutzt und die Ergebnisse deuten auf Afrika als Ursprungsort der Menschen. Ein schwedisch-deutsches Forscherteam um Svante Pääbo am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig untersuchte 53 unterschiedliche ethnische Gruppen auf genetische Ähnlichkeit.

Die Ergebnisse zeigen, dass die moderne Weltbevölkerung eine relativ junge, einheitliche Gruppe darstellt. Erst vor etwa 100.000 Jahren verliessen die Ahnen des heutigen modernen Menschen ihre afrikanische Heimat und breiteten sich weltweit aus: Vor 40.000 Jahren in Europa, vor 60.000 Jahren in Asien und Australien, vor 20.000 Jahren in Nordamerika und schließlich vor 13.000 Jahren in Südamerika. Alle älteren Menschenformen, die bereits vor dieser Zeit Afrika verliessen und als fossile Reste in verschiedenen Teilen der Welt nachweisbar sind, starben jüngsten Genanalysen zufolge wieder aus.